Leere Kassen führen zur Anhebung des Rentenalters

In Deutschland geht nicht mehr viel, in anderen Ländern ist aber noch erhebliches Potenzial vorhanden, das Renteneintrittsalter anzuheben. In der Bundesrepublik müssen Arbeitnehmer bis zum 67. Lebensjahr arbeiten, wollen sie die volle Rentenzahlung erhalten. Tatsächlich gehen Männer im Schnitt mit 63,2 Jahren in Rente, Frauen mit 63 Jahren.

In Grichenland dagegen, dem momentan so viel gescholtenen Staat, liegt das gesetzliche Eintrittsalter bei 58 Jahren. Die Franzosen verabschieden sich mit 60 Jahren aus dem Erwerbsleben. Dass das zu einer problematischen Haushaltslage beiträgt, hat der hellenische Staat zuletzt bewiesen. Deshalb fordert die Europäisch Union von seinen Mitgliedsländern, bis zum Jahr 2060 das Eintrittsalter schrittweise auf 70 Jahre anzuheben.

Dass sich in vielen EU-Ländern die Menschen zu früh in die Pension verabschieden, scheint angesichts der der Lage vieler Staatshaushalte schlüssig. In Deutschland trifft die Forderung aus Brüssel jedoch z.T. auf Unmut: So hat nach Einschätzung des Rentenexperten Bernd Raffelhüschen die Bundesregierung mit seiner frühzeitigen Anhebung auf 67 Jahre vorgesorgt. Eine Belehrung durch die EU-Kommission sei daher unnötig.
Die Lehre für Arbeitnehmer daraus ist, ob mit 67 oder mit 70 in die Rente, eine private Vorsorge – ob mit Riester, Wohn-Riester oder Rürup  – ist unerlässlich. 

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